KGA Kreuztal e.V.
103 Jahre grüne Lunge für Berlin


Insektensommer: Käfer, Hummeln, Falter – jetzt wird wieder durchgezählt



Es summt und brummt in der Natur überall zu dieser Jahreszeit. Aber ganz genaues weiß man nicht –insbesondere, wieviele Krabbeltiere denn so unterwegs sind in Wald und Flur. Deshalb ruft der Naturschutzbund Nabu erneut zum Insektenzählen auf.
Naturinteressierte sollen vom 5. bis 14. August eine Stunde lang an einem schönen Platz mit Blick in die Natur Insekten zählen, teilte der Nabu am Dienstag in Hannover mit. Das Beobachtungsgebiet sollte nicht größer sein als etwa zehn Meter in jede Richtung vom eigenen Standpunkt aus. Bei der Aktion sollten alle gesichteten Insekten gezählt und gemeldet werden.

Der Nabu-Insektentrainer hilft beim Zählen

Mit Hilfe des Nabu-Insektentrainers https://insektentrainer.nabu.de/ließen sich die Sechsbeiner einfach erkennen und unterscheiden, hieß es. Wer sich bei der Bestimmung nicht ganz sicher sei, könne auch einfach die Gruppe des Insekts, zum Beispiel Schmetterling oder Käfer, angeben. Gemeldet werden die Beobachtungen per Online-Formular unter www.insektensommer.de oder über die kostenlose Web-App „NABU-Insektensommer“. Die Ergebnisse würden vom Nabu ausgewertet und zeitnah veröffentlicht.
An der ersten Zählphase hätten sich mehr als 10.000 Menschen beteiligt, hieß es weiter. Im Fokus standen dabei die Hummeln und ihre unterschiedlichen Unterarten. Besonders häufig seien Erdhummeln, Steinhummeln und Ackerhummeln gezählt worden. Der Nabu erwarte mit Spannung auch die Meldungen über Schmetterlinge. Denn bereits in der ersten Zählphase seien deutlich mehr Schmetterlinge als im Vorjahr gemeldet worden.

Quelle: Berliner Kurier vom 03.08.2022



Wir müssen beim Pflanzengießen umdenken

Trockenheit in Berlin - Pressemitteilung
Kleingartenanlagen sind in den Berliner Bezirken wichtige Klima- und Luftverbesserer mit zunehmender Bedeutung auch für die Artenvielfalt. Für Gartennutzer, Freunde, Anwohner und Spaziergänger bedeuten sie Lebensqualität in ihrem Kiez. Der Klimawandel ist jedoch längst bei uns angekommen und jeder ist aufgerufen während der langanhaltenden Trockenheit mit Wasser umweltbewusst umzugehen. Wie können Berlins grüne Oasen weiter als „Klimaanlagen“ fungieren, dabei aber Wasser sparen?

Gießverhalten ändern
Der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. sieht die Verantwortung im Umgang mit der Ressource Wasser im Haushalt und Garten bei jedem einzelnen. Er ruft die Berliner auf, das kostbare Nass nur dort und zielgerichtet einzusetzen, wo es unbedingt notwendig ist.

„Wir müssen uns in unseren Gewohnheiten umstellen - weg vom Flächenwässern im Garten, um unnötige Verdunstung zu vermeiden“, erklärt Gert Schoppa. „Erinnern wir uns wieder an Gießränder, um bodennah direkt an den Pflanzen zu gießen“, regt der Präsident der Berliner Gartenfreunde an. Eine weitere Maßnahme während der Trockenperiode wäre, weniger häufig nur oberflächlich zu wässern, stattdessen seltener aber durchdringend zu gießen. In Beeten sollten freiliegende Böden vermieden werden, denn Sonne und Wind lassen die Fläche austrocknen. „Wir sollten das Mulchen noch mehr anwenden bzw. uns jetzt damit vertraut machen“, erklärt Schoppa. Außerdem sind Wassersäcke an Bäumen sinnvoll, um ein zielgerichtetes Versickern zu erreichen. Auf Neupflanzungen sollte man derzeit generell besser verzichten.

„Und Rasensprenger aus!“, empfiehlt der Landeschef. Darauf kann während der Hundstage verzichtet werden, um letztlich den Grundwasserspiegel nicht noch weiter zu senken. Nach dem nächsten ordentlichen Regen, erholt sich das Gras wieder. Einen „Wimbledon-Rasen“ brauche jetzt niemand im Garten. Und wenn es mal regnet, sollten Kleingärtner vorbereitet sein, den Niederschlag in Regentonnen oder Zisternen zu sammeln. Kleinvieh macht auch Mist, schließlich gibt es rund 70.000 Kleingärten in Berlin. Das ist über das Jahr schon ein großer Wasserspeicher.

Kleingärten der Zukunft
Viele Kleingärten hätten zu wenig Beschattung für Mensch und Pflanze durch Bäume oder Sträucher. „Dazu sollten wir in den Kleingartenverbänden Empfehlungen aussprechen, nicht alles braucht pralle Sonne“, so der Präsident des Landesverbandes. Beschattete Gärten bzw. solche mit Waldgartenansatz müssten weit weniger gießen. Überhaupt müsse das Wassermanagement stärker in den Fokus rücken, auch mit Tröpfchenbewässerung als eine Investition in die Zukunft. Die Kompostwirtschaft bleibe ein Muss für alle Kleingärtner, denn ein humushaltiger Boden kann das Wasser besser halten. Flächenversiegelungen sollen weiterhin vermieden oder zurückgebaut werden, damit Regen besser ins Grundwasser gelangen kann.

Der Landesverband Berlin der Gartenfreunde e. V. ist die Dachorganisation des Berliner Kleingartenwesens. Er setzt sich dafür ein, dass der gesellschaftliche, ökologische und klimatische Stellenwert von Kleingärten auch im 21. Jahrhundert anerkannt wird und erhalten bleibt.

www.gartenfreunde-berlin.de


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14052 Berlin
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